Archiv der Kategorie: Senken-Sha Mikoto

Season 3 – FOR CRYING OUT LOUD

For crying out loud
For crying out loud

War… War never changes… Moment, halt. Falsches Zitat. Lasst es mich noch einmal versuchen.

„Some things will never change… or will they?“

Senken-Sha Mikoto SEASON 3 und der in Season 2 begonnene Story-Ark „Die blonde Göttin“ werden über das Ende von 2015 und das Jahr 2016 hinweg die Welt der Geisterseherin auf den Kopf stellen.

Ich werde hier und heute nicht sehr viel an euch verraten, außer… „Some things will never change… or will they?“

Na gut, hier gibt es noch eine echte Information:

Season 3 geht unabhängig vom Buch „Die Geisterseherin“ weiter und wird dabei aber eine KANON-Fortsetzung des Visual Novels sein. Das einzige, dass praktisch wegfällt, sie die anteaserten und nie veröffentlichten Akten 3-X der Season 2. Die Season 2 ist somit eigentlich nur noch ein Zwischenschub, der die Brücke vom Momonari-ARK zum Hatsumomo-ARK schlägt.

Geplant sind ein paar mehr Folgen dieses Mal.

 

Weitere Informationen folgen im Dezember 🙂

Mit einem Hauch Mystik – Einblick in ein gecanceltes Projekt

Hallo, Freunde der guten Blogunterhaltung. Im Zuge meines Versuches wieder mehr und öfter aktiv zu sein und auf Grund der Tatsache, dass ich wegen meines Jobs unmöglich alle paar Tage tolle neue Fortschritte zeigen kann (oder will), habe ich beschlossen einige Artikelserien anzufangen, in denen es um verschiedene Projekte geht.

Angefangen mit einem Beitrag über ein bislang nicht gesehenes Visual Novel-Projekt, dass ich leider zu Grabe tragen musste – aber welches extrem viel Einfluss auf ALLE nachfolgenden Visual Novel-Projekte der Zukunft hatte und haben wird.

Heute geht es um MIT EINEM HAUCH MYSTIK

Titlescreen
Das Titelbild des gecancelten Projekts „Mit einem Hauch Mystik“

Die Geschichte von MIT EINEM HAUCH MYSTIK

Worum ging es denn in diesem Visual Novel mit dem interessanten Namen? Nun… dieser Novel war von Anfang an als eine Art Test gedacht. Zuerst einmal ein technischer Test (dazu später mehr), aber auch ein schreiberischer Test. Ich wollte mich an einem Krimi probieren und wählte dazu eine Episode in Yuki Yutakas Leben aus, von denen Leser aus Senken-Sha Mikoto / Die Geisterseherin bislang nicht erfahren hatten. In der letzten Visual Novel-Folge war nämlich mit Yuki Yutaka noch alles in Ordnung, aber in der nie veröffentlichten darauffolgenden Akte (welche nur schreiberisch bestand und nie umgesetzt wurde) und auch im Buch erfahren wir, dass Yuki Yutaka von Zuhause abgehauen ist. In „Mit einem Hauch Mystik“ erfährt man von Yukis Versuch ein neues Leben zu beginnen und sieht dort, dass er, sensibilisiert von Mikoto, plötzlich beginnt Geister zu sehen. Um genau zu sein: Einen ganz bestimmten Geist, welcher seit Jahren auf eine Senken-Sha wartet, um den eigenen Mord aufzuklären. Durch ein Schlupfloch in den Büchern der Herrin der Zeit verfrachtet sie Yuki Yutaka viele Jahre in die Vergangenheit zurück – zu einem Zeitpunkt, als sie gerade gestorben war. Yuki und der Spieler haben zu diesem Zeitpunkt 3 Tage Zeit den Mord aufzuklären. Und ja, man sollte hierbei scheitern können.

Geplant war hierbei ein wenig linearer Aufbau, der es dem Spieler ermöglichte die Zeugen zu jedem Zeitpunkt zu erfahrenen Dingen befragen zu können. Man hatte an jedem Tag eine gewisse Anzahl an Events zu bestimmten Uhrzeigen und je nachdem, was man die Leute fragte und was man von ihnen erfuhr, konnte man am Ende den Täter stellen oder eben nicht. Dies war auch ein Grund für die Cancelung des Projektes, da ein solcher Aufbau extrem aufwendig war und AVoR – zu diesem Zeitpunkt nur wenigen Monate von der Vollendung entfernt – Vorrang hatte.

Die Technik von MIT EINEM HAUCH MYSTIK

Bild 2

Technisch bot bereits der erste Build des Spiels eine Menge Dinge, die es so in noch keinem anderen RosaArts-Novel gegeben hatte. Ein paar davon sind inzwischen sogar Standards für alle zukünftigen Projekte geworden. Der größte Pluspunkt war dabei die Möglichkeit das Spiel an jeder Textstelle speichern oder laden zu können. Diese Funktion doppelte sich mit einer Anti-Cheater-Funktion, da die Savegames eine Menge Fehler produzierten, sobald man etwas am Spiel veränderte. Dadurch starteten Szenen neu und Abfragen zu Schaltern konnten, wenn der Spieler nicht EXAKT GLEICH vorging das Spiel zum Hängen bringen. Wer jedoch nicht an den Dateien herumdoktorte, der hatte nichts zu befürchten. Eine Win-Win-Situation… hahaha.

Ein weiterer dicker Pluspunkt kam mit dem dazugehörigen Menü, dass ebenfalls jederzeit aufgerufen werden konnte und eine nette Sache bot, die konsequent ein Feature aus ALTERNATE: DER FALL OKAZAKI fortführte: Outfits. So war es möglich mit Yukis beschränkten Budget den Fall aufzuklären… oder Outfits zu kaufen. Wofür man mehr Geld ausgab, blieb dem Spieler überlassen. Diese gekauften Outfits (inklusive zwei Platzhaltern für DLCs!) trug Yuki dann für nahezu die gesamte Spielzeit, von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen.

Die Grafik von MIT EINEM HAUCH MYSTIK

Grafikfetischismus
Die grafische Optik von MIT EINEM HAUCH MYSTIK

Optisch unterscheidete sich MIT EINEM HAUCH MYSTIK noch nicht allzu sehr von anderen vorrangegangenen Visual Noveln von RosaArts, führte die Optik jedoch konsequent fort. Ein paar Finessen bot diese Version jedoch.

Zum Einen führte der Novel die Optik von Senken-Sha Mikoto fort, verpasste jedoch bereits bekannten Charakteren Unmengen neuer und 100% selbst gezeichneter Outfits. Zum anderen waren Outfits nicht nur exklusiv für die Hauptcharaktere, in diesem Fall Yuki, sondern auch für alle Nebencharaktere. So trugen diese Personen immer das, was in jener Situation logisch wäre und wechselten ihre Klamotten auch von Tag zu Tag. Zudem hatte der Novel die gleiche Grundeinstellung, wie ReImagination. Beide Novelprojekte ZEIGTEN statt nur zu beschreiben. Grobes Beispiel: Wurde von einer Uhr geredet, so sah man ein kleines Bild, intern als Mini-CG bezeichnet, von dieser Uhr. Für den Leser bedeutete das, dass es mehr hübsche Grafiken gab. Für den Autor bedeutete es noch mehr Aufwand…

Die letzte Sache, die MIT EINEM HAUCH MYSTIK grafisch besser machte, war die Auflösung des Visual Novels. Pixeltechnisch vom RPG Maker selbst eingeschränkt, versuchte der Novel ein wesentlich besseres Format für die Nutzer des Fullscreen-Modus zu finden. So war der Novel nicht mehr 4:3 und dadurch bei einem Fullscreen die Verzerrung der Figuren nicht mehr so schlimm – und auch die schwarzen Balken waren so weit wie möglich reduziert.

Der Rest von MIT EINEM HAUCH MYSTIK

Hier gibt es nicht mehr viel zu sagen. Die tolle Musik war vorläufig aus ReImagination geklaut und wurde seinerzeits extra für ReImaginationen von Fabian Ofield komponiert, welcher inzwischen musikalisch erste echte Erfolge feiert, inklusive Single und Auftritten.

Gecancelt wurde es schließlich, weil dieser, eigentlich als Techniktest und Ablenkung von AVoR gedachte, Novel sich einfach als zu aufwendig und groß entpuppte. Für ein MIT EINEM HAUCH MYSTIK brauchte man mehr, als eine Person und guten Willen. Aber sein technisches Erbe lebt weiter – und vielleicht auch die bereits gezeichneten Charaktere.

Und wer den Visual Novel und dessen grafisch wirklich hübsches Prolog in Bewegung mal begutachten möchte, der kann das auf Youtube mit einer Art Prolog-Lets-Read gerne tun:

Over and Out, Rosa Canina

Ein Grafiktest für Visual Novel

Im Moment teste ich aus, wie Tablet-Grafiken, ähnlich meiner Tantorlan-Artworks, in einem Novelumgebung (in diesem Fall habe ich Second Folder herangezogen) aussehen würde. Ich suche immer nach Optionen mögliche zukünftige Novel hübsch zu gestalten, den Aufwand (bin nur eine Person…) dabei aber geringer zu halten.

Das Tablet zeichnet sich schneller, bis auf gewisse Kleinigkeiten. Das Endergebnis hat zwar immer noch den Anime-Flair der alten Zeichnungen, aber verliert etwas vom harten Cell-Shading. Was meint ihr? Wie findet ihr es?

Oh, hier sind dann die Bilder dazu, zusammen mit einem Vergleichsbild aus Second Folder.

Die Zukunft von Senken-Sha Mikoto

Dies ist ein etwas schwieriges Thema für mich.

Wie die meisten von euch vielleicht wissen war Mikotos Geschichte, aka Senken-Sha Mikoto aka Die Geisterseherin, mein erster Sprung ins echte Autorenbusiness. Ja, es war Selfpublishing und nicht verlegt und ja, mein größter Erfolg ist, dass man es auf Amazon kaufen kann. Aber hey, es verkauft sich noch immer jeden Monat ein paar Mal. Dennoch startete diese Geschichte ursprünglich als Freeware-Novel und ein Versprechen, dass ich gab, war, dass ich die dortigen Leser nicht einfach im Regen stehen lassen möchte. Dennoch gab es nach einem riesigen Cliffhanger in Folge 2 der zweiten Staffel keine neuen Folgen oder „Akten“ mehr.

Ich würde das 2016 gerne ändern. Allerdings nicht mit einer einfachen Umsetzung des Buches.

Etwas, dass ich erst beim Schreiben meiner Bücher so richtig verstand, war der feine Unterschied, den man bei den beiden Medien Visual Novel und Buch doch hatte. Mikoto startete als Episodengeschichte, quasi als „Serie“ und während diese Struktur sich ganz gut als Kapitel in ein Buch übertragen ließ, funktioniert der zweite Teil eher mäßig als Visual Novel. Der gesamte Teil nach dem Cliffhanger ist nicht unbedingt „akten-vorteilhaft“ strukturiert, da es ja als Buch ausgelegt war (und das Buch die eigentliche Geschichte auch seeeeeeeehr verändert hat). Eine neue Akte hätte also weder eine kleine abgeschlossene Geschichte, noch einen wirklichen Fluss mit Spannungskurve und Höhepunkt. Dafür müsste man die zweite Hälfte des Buches schon als eine einzelne komplette Akte veröffentlichen. Und das wäre textmäßig eigentlich schon wieder ein neuer, kompletter Visual Novel. Dazu kommen gezwungenermaßen wegen der Geschichte komplette Neuzeichnungen aller Charaktere (der Grund dafür steht hier nicht, weil: Spoiler) der Geschichte. Es beläuft sich bei dieser Umsetzung also auf einen Aufwand, mit dem ich einen komplett neuen Visual Novel aus dem Boden stampfen könnte.

Dazu kommt, dass Mikoto eigentlich immer völlig anders geplant war und durch die verrückte Idee ein Buch zu schreiben Formen annahm, die es nie bekommen sollte. Mikoto war als kleiner Ausgleich, ein Nebenprojekt geplant, dass ich nutzen wollte um einmal abzuschalten, wenn mir die großen Geschichten zu viel wurden. Darum gab es ein Episodenformat mit kleinen Geschichten. Man könnte sagen, dass es mehr Doktor Who als Star Wars war.

Da ich weder die Fans Mikotos einfach mit einem „Kauft das Buch“ abspeißen will, noch die Zeit und die Geduld habe etwas in monatelanger Arbeit umzusetzen, dass eine Menge Leute inzwischen schon lange gelesen haben, keimte in mir vor einiger Zeit die Idee auf, Mikoto auf ihren Ursprung zurückzuführen.

Und so sähe das aus:

Anstatt Second Folder auf „Teufel komm raus“ vollenden zu wollen, starte ich einen neuen Abschnitt, eine Art „Senken-Sha Mikoto – Chapters“ (kein fester Name für die Idee!), in welcher die Geschichte rund um Mikoto und ihre Freunde am Ende der Sommerakte einfach… weiter geht. Und zwar so, wie Mikoto eigentlich mal gedacht war: Als episodenhaft erzählter Visual Novel, bei dem jede Akte seine eigene kleine Geschichte erzählt. Vergleichbar mit einer Serie, wie z.B. Doctor Who. Natürlich gäbe es weiterhin Entwicklungen der Charaktere und auch „Bösewichte“ und Themen, die mehrere Akten übergreifen – ich würde sogar im Laufe der Akten alle losen Enden der letzten Folgen mit den neuen Folgen verbinden.

Im Endeffekt würde es mir ermöglichen immer mal wieder, wie ursprünglich geplant, eine neue Akte zu veröffentlichen. Eine kleine Geschichte, die man in 1-2h konsumieren kann, ähnlich einer Serie. Mal charakterbasiert, mal mit größerem Fokus auf übergreifende Dinge. Die Akten könnte auch schneller neue Thematiken ausprobieren, welche es nicht in das Buch geschafft haben. Dinge, wie z.B. von Geistern besessene Charaktere, Rückblickgeschichten (SSM – Origins quasi) und ähnliches.

Folge 1 einer solchen NEUEN SSM-Serie wäre „Im Tal der Toten“

Sollte diese Idee überwiegend positive Response bekommen, dann würde ich versuchen das Jahr 2016 zu einem Visual Novel-Jahr zu erklären und versuchen wieder mehr veröffentlichen.