Perfektion zum kleinen Preis? Der Retroid Pocket 2+

Vor ungefähr einem Jahr erschien mit dem Retroid Pocket 2 ein Android-basierter Emulationshandheld, der von seinen Usern oftmals auf Grund einiger Probleme mehr gehasst, als geliebt wurde. Obwohl er eigentlich ähnlich viele Spiele, wie die Konkurrenz von Anbernic zu emulieren vermochte, so war er in Sachen Steuerung dank eines sehr schlechten Slide-Pads als zweiten Sticks, den dünnen clicky Knöpfen und vor allem dem langsamen Android-Betriebssystem doch in der Regel unterlegen. Vor allem für jene, die wenig Ahnung von der Materie hatten und für die RetroArch ein cooler Begriff für Noahs alte Arche darstellt. Da half auch nicht mehr der Bildschirm, der zwar niedrig aufgelöst, aber für Retro-Games eben eine perfekte Auflösung und ein noch besseres 4:3 Format aufweisen konnte.

Vorsicht: Das Mainboard des RP2+ hat zwar HDMI Out kann aber nicht ohne einen Originalscreen in Betrieb genommen werden! Das Gehäuse ist für das Original RP2 Board vorgesehen!

Dann tauchte plötzlich auf dem Youtuber TAKI UDONS Kanal erste Bilder zum Retroid Pocket 2+ auf, welcher sogar als extrem billiges Upgrade-Board versprach fast alle Probleme seines Vorgängers auszuhebeln – dank der Entwicklungsbeteiligung von TAKI UDON selbst (oder zumindest dessen Feedback ;)). Aber was ist wirklich daran? Kann Retroid seinen Ruf retten? Ist der RP2+ gar ein Konkurrenzkiller? Und wo sind dieses Mal die Probleme eines Handhelds, dessen CPU sogar die dreimal so teure Konkurrenz von Anbernic hinter sich lässt?

Finden wir es heraus, dank einer First Day-Unit!

Einer der wenigen verfügbaren Farben des finalen RP2+ Die beliebten Funtastic-Farben sind leider für den RP2+ gar nicht erst erhältlich gewesen.

Erst einmal ein paar Worte zur Ausstattung. Den RP2+ gibt es in zwei Varianten. Als Upgrade und als volle Einheit. Ersteres kann mit und ohne Touchscreen bestellt werden, den wohl aufwendigsten Mod und nicht unbedingt einsteigerfreundlich. Selbst ich habe mich darum dagegen entschieden, was das Setup mancher Emulatoren unter Android etwas nervig macht und die Mapping-Software für Touch-Games aushebelt… zumindest in der aktuellen Version. Die neuen Knöpfe, die sich wesentlich besser drücken lassen und das fantastische neue DPAD, sowie die neuen Funktionen, inklusive Rumble Motor, Gyro und Mikrofon bekommt man aber auch im Upgrade-Paket. Der Slider als rechter Stick ist weiterhin leider ein Slider, wenn auch nun Analog, was ihn leicht verbessert. Aber ohne L3 und R3 ist Game Streaming über Steam und Co zwar möglich, aber eher wenig sinnvoll. 5 Ghz Wifi wären aber gegeben. Auch frühere Funktionen, wie ordentliche Schultertasten und HDMI Out sind hier wieder dabei (wenn auch wieder nur in 480p). Der Umbau des PCB selbst war simpel, dank einer beigelegten Anleitung und allen nötigen Werkzeugen. Ein HDMI Kabel oder OTG Adapter lag dem PCB jedoch nicht dabei. Im übrigen ist die Batterie-Lebensdauer fantastisch, mit 7h N64 Emulation!

In den Kalibrierungsbildschirm zu kommen war ohne Dokumentation für einen Laien etwas zu viel. Einfach 10s lang Start + Select drücken oder die Einstellungen durchsuchen.

Ein paar Probleme gab es natürlich mit dem Release. Taki, der einzige Youtuber, der eine Pre-Release-Einheit besaß, bemängelte noch STUNDEN vor dem geplanten Release die Tasten, was zu einer weiteren Release-Verzögerung führte – nach 35 Tagen Pre-Order-Zeit. Und auch heute noch gehen die Geräte in Wellen an die User heraus. Mal Gelb, mal Retro, mal Schwarz. Frust ist da vorprogrammiert, bis Retroid mit den Bestellungen hinterher kommt. Erste Einheiten litten auch unter der fehlenden Dokumentation der Software. Nicht-kalibrierte Sticks sind kein Problem, wenn man weiß, wo sich die Kalibrierung befindet und die meisten driftenden Sticks driftenden danach auch nicht mehr. Die Spezialversionen von einigen optionalen Emulatoren sind einfach zu bekommen, wenn man weiß, wie man sie von Retroid selbst erhält (das meiste ist weiterhin einfach im Play Store zu downloaden). Und so manch ein Noobie vermisste auch den schrecklichen Store mit den illegalen Roms, der auf dem RP2 noch vorhanden war… oder begriff nicht, was ein Bios ist. Die einzigen wahren Probleme, welche einige User plagen sind klemmende Buttons in einigen Farbvarianten (kann man beheben) und gelegentliche Einheiten mit Light Bleeding in den Bildschirmen. Sowie dem größten und kontroversten Problem… der Tatsache, dass Videos mal wieder etwas mehr versprachen, als das Gerät eigentlich konnte. Nicht Retroids Videos… sondern Takis.

Takis AetherSX2 Video hatte keinen RP2+, aber ein Telefon aus China mit dem gleichen Chipset… was zu viel Hype führte!

Takis frühesten Videos, vor allem im Discord zeigten GameCube Spiele in voller Framerate, zwei 3DS Titel wurden sogar für einige Sekundenn gezeigt (Majoras Mask und Pokemon Alpha Sapphire) und der neue Android PS2 Emulator AetherSX2 versprach Kingdom Hearts in voller Framerate. Der Hype war, trotz aller Bemühungen von der Seite einiger User, inklusive mir, zu groß. Die meisten dieser Videos könnte man heutzutage als „Fake“ bezeichnen. Zumindest für den Laien, denn mit genug Zeit und Experimentiererei ist das meiste davon irgendwo erreichbar – nur in der Regel nicht das gesamte Spiel über. Und die meisten werden wohl auch kaum 2h lang basteln, um ein Spiel für kurze Zeit spielbar zu haben,

Aber anstatt darüber zu reden, was der Handheld abspielen können soll aber eigentlich NICHT abspielen kann… fangen wir doch mal lieber damit an, was tatsächlich auf einem solchen Gerät möglich ist. Und das sind gut über 80 verschiedene Systeme!

Starten wir mit 8 Bit Systemen…

Digital Devil Saga – Megami Tensei II auf dem Famicom bekam gerade erst eine Übersetzung! (Famicom JNTSC)

Die Zeiten sind vorbei, in denen 8 Bit Systeme und drunter, sei es der Neo Geo Pocket, der NES, sein Disc System oder Segas Master System und deren Handheld-Counterparts auf chinesischen Emulations-Handhelds Probleme hatten. Erwähnenswert ist dies nur, weil RetroArch dank der Power des neuen Chips hier locker genug Overhead hat, um leistungshungrige Funktionen, wie RUN AHEAD zu aktivieren, welche den typischen Emulations-LAG, unter denen auch offizielle Produkte, wie das NES Classic leiden, auszuhebeln. Die spielerische Erfahrung ist dadurch vergleichbar mit einer Originalkonsole an einem Fernseher mit einem RetroTink oder ähnlichem. Auch 16 Bit Systeme packen das zum Teil, doch die NES-harten 8 Bit Spiele profitieren hier am meisten.

StarFox, in all seiner polygonen Pracht. Nicht das schönste SNES Spiel (SNES Pal 50 Hz)

Auch 16 Bit Systeme, wie das Sega Mega Drive, seinen AddOns, der Amiga, NECs Konsolen oder das populäre SNES sind nun gar kein Problem mehr. Das SNES ist dabei aber erwähnenswert, da es nun die Option gibt den deutlich kompatibleren Core BSNES für einige Spiele zu verwenden, dessen Performance-Version durchaus auch auf dem RP2+ 60fps erreichen kann. Für einige Spiele, wie z.B. DOOM, muss man auf den etwas schlechteren aber schnelleren SNES9x zurückgreifen. Zumindest sind die Zeiten von SNES9x 2002 und seinen Grafikfehlern vorbei. Segas und NECs Konsolen dagegen… funktionieren halt einfach.

Silent Hill in all seiner vernebelten Pracht in Duckstation bei 2x

Interessant wird es erst, wenn wir weiter hinauf gehen. An die Grenzen der bisherigen Handhelds von Anbernic, PowKiddy und Co. Der notorisch schlecht emulierte Nintendo 64 und die PS1 waren stets bereits emulierbar auf dem typischen RK3226-Chips, die Anbernic in fast allen seinen Geräten verbaut, aber ein paar der PS1-Spiele, unter anderem einer der Gran Turismo-Titel waren nicht lauffähig. Und N64 bedeutete STETS an den Einstellungen zu basteln für jedes einzelne Spiel. Diese Zeiten sind nun nahezu komplett vorbei. Dank Duckstation ist es nun möglich auch zuvor nicht funktionierende PS1 Spiele zu spielen, die meisten davon sogar in doppelter Auflösung, wenn auch nicht alle. Auch N64 funktioniert nahezu perfekt in doppelter Auflösung, mit nur ein paar Spielen, die immer noch auf ein bestimmtes Emulations-Profil in M64PlusFZ angewiesen sind… Ganz wegkommen tun wir davon also nicht. Aber hey, wir sind hier stark genug, um sogar einen Teil des 64 Disc Drive über RetroArchs Parallel Core zu emulieren, wie das F-Zero Expansion Pack.

Panzer Dragoon, erstaunlich hartnäckig auf volle Framerate zu bekommen.

Beeindruckender als das N64 ist allerdings hier das Sega Saturn. Eine Konsole, die vor einigen Jahren noch sehr schlecht emulierbar war ist nun im Bereich des „just works“ angekommen. Nun, fast. Vorausgesetzt man benutzt die richtigen Einstellungen und Yaba Sanshiro 2 versemmelt nicht den Support durch ein fehlerhaftes Update, funktionieren eine große Anzahl an Saturn Spielen, oft sogar in 2x Auflösung. Darunter auch Titel, wie Cotton 2, die bei mir selbst vor einiger Zeit sogar am PC ruckelten. Damit läuft die RP2+ Version sogar besser, als der Switch-ReRelease des Spiels, ironischerweise. Grandias fantastische englische Übersetzung hat dagegen massive Probleme mit den Videos, während das Spiel selbst recht gut funktioniert. Da der Dev aber aktiv an Yaba Sanshiro 2 arbeitet und erst vor wenigen Tagen Dead or Alive fixte, kann dies auch bald eine Option darstellen.

Dass Sega Dreamcast Games entweder in Flycast oder Redream in der Regel keine Probleme macht, sollte hier wohl klar sein. Nomad Soul funktioniert aber weiterhin nur auf original Konsole durchspielbar.

Melty Blood: Act Cadenza, deutlich besser als Type Lumina (Sega Naomi Arcade)

Kommen wir also langsam zu Systemen, bei denen der RP2+ an seine Grenzen kommt. Während der RP2 bereits bei Outrun die Puste ausging, kann der RP2+ hier deutlich zulegen. Viele 3D Arcade-Titel und ein Teil von CAVES Bullet Hell Shooters sind noch immer nicht wirklich möglich aber ein Teil schaffte den Sprung in die 60fps. Einige der imposantesten Arcade-Systeme auf dem RP2+, das Sega Naomi und das Atomiswave spielt eine ganze Anzahl an Titeln in voller Framerate ab, allerdings nicht alle. Vor allem aufwendige 3D Spiele sind oft nicht möglich, aber wer Dolphin Blue, Metal Slug 6 oder Melty Blood unterwegs haben möchte, der kann dies tun. 80s und 90s Arcade ist auch zum großen Teil drin. Auch andere, performance-fressende Systeme laufen nun fantastisch. PSP ist eine Frage von „Kann der Emulator das Spiel überhaupt emulieren? Wenn ja, dann läuft es!“ mit God of War sogar im spielbaren Bereich. Die meisten anderen Titel laufen sogar in nativer Bildschirmauflösung (1.3 scale). Auch obskure Systeme, die auf kaum einem Handheld laufen, wie das NEC PC-98 und das NEC PC-FX laufen wunderbar. Selbst 3DO ist zum größten Teil im spielbaren Bereich angekommen. Capcoms CPS3 ist da schon von Haus aus gegeben.

Zelda – Wind Waker, ein GameCube Spiel auf einem 99$ Handheld. Wow? (Pal Version)

Das versprochene portable GameCube-Abenteuer, dass uns Taki ausgemalt hat, ist dann aber gewissermaßen doch die Utopie. Retroid hatte den Chip nie für GC vorgesehen und erst dessen Machbarkeit in einem Q&A auf Nachfrage erwähnt. Die Realität ist, dass er mit einem speziellen Emulator, reduzierter Auflösung und speziellen Comnmunity-Einstellungen ein paar wenige Titel in spielbare Gefilde bringt. Aber GC ist definitiv kein Kaufgrund. Wind Waker läuft oft mit 30fps, aber manche Gebiete fallen stark ab. Eternal Darkness hält es besser durch und sackt nur ab, wenn zu viele Gegner den Bildschirm unsicher machen. Die Anzahl von Spielen, die man ernsthaft zocken kann, ist klein. Aber der Fakt, dass sie überhaupt da ist, ist beeindruckend. Und hey, die Community Einstellungen brachten sogar Need for Speed Underground 2 von 1fps auf stolze… äh… 10fps… vielleicht sehen wir also noch einen weiteren Schub, sobald CFW bereit ist. Und tatsächlich ist die GC-Performance auf dem Niveau der 250$ Konkurrenz von Anbernic… für einen Drittel vom Preis. Will man mehr, dann kann man auf den Odin warten… oder muss zu High Cost Windows Handhelds wie dem Steam Deck greifen.

Und dann wäre da noch PS2…

Persona 3 FES, erreicht oft 30fps, aber auch oft etwas weniger. (PAL Version)

PS2 ist etwas, das vor wenigen Wochen noch niemand für möglich hielt. Bis vor kurzem war die Konsole sogar auf teuersten Smartphones kaum spielbar und brauchte dann noch einen geklauten und mit Werbung verseuchten Emulator. Und jetzt ist es auf einem 99$ Gerät? Äh… nicht wirklich. Tatsächlich gibt es Spiele, die spielbare Regionen erreichen. Persona 3 hält sich oft im 30fps Bereich auf. Ys – Ark of Napishtim und Tetris World laufen sehr gut, soweit getestet und die Gust-Titel Atelier Iris und Ar Tonelico 2 erreichen sogar volle 60fps für weite Teile – genauso, wie die Melty Blood Titel auf der Konsole. Sie alle haben jedoch Probleme. Meist zerstören Magie-Effekte, wie das Beschwören der Personas die Framerate komplett. 100% spielbar ist da maximal Tetris World… Wie es aussieht haben wir hier wirklich unsere Grenze erreicht.

Und Takis 3DS Videos? Äh… Humbug? Pokemon läuft mit 12fps… Mayoras Mask ist auch nicht besser. Und das selbst mit dem Performance-besseren MMJR-Build.

Life Is Strange… sieht etwas Last-Gen aus, aber läuft erstaunlich gut…

Für Android-Spieler ist der Chip vermutlich auch nicht geeignet, wegen einer schlechten GPU. Genshin Impact ist nicht spaßig dank niedriger Framerate. PubG und Fortnite würde ich auch mit einem guten zweiten Analog-Stick nicht anfassen, darum waren diese kein Verlust für mich. Wer einfachere Titel, wie Dead Cells, Am2R oder Stardew Valley spielen will, der wird sich jedoch freuen. Auch Fan-Portierungen von Doom, Diablo und zum Teil sogar Half-Life 2 und Morrowind laufen relativ okay darauf. Mein beeindruckenster Test blieb jedoch ein Life Is Strange, dessen Blur-Effekt dank der niedrigen Auflösung ein wenig ZU KRASS war, aber sonst eigentlich recht gut lief.

Retroids mitgelieferter Launcher kann wenig, sieht hässlich aus… ist aber schnell und einfach verstanden. Für den Beginner also okay.

Ein kleiner Satz zur mitgelieferten Software hier. Retroid hat einige Emulator-Versionen bereits in den Installer integriert, inklusive einer speziellen Dolphin-Version. Ihr Launcher benötigt außerdem zum Teil bestimmte Versionen. Dieser integrierte Spiele-Launcher ist aber mehr mittelmäßig als gut. Er ist zwar simpel, hübsch und einfach zu bedienen, aber hat viele Systeme (Sega vor allem) nicht integriert und viele Standardfunktionen (versehentlich ignorierte Dateien nicht mehr ignorieren? SFC Dateiformat für SNES?) fehlen ebenfalls. Auch de automatische Cover-Scraper findet nur wenige Cover.

Sowohl DIG, Launchbox, Pegasus als auch die RESET Collection oder gar simple RetroArch Playlists funktionieren hier besser.

Ein wesentlich aufwendigeres, selbstgebautes DIG-Setup. Funktioniert genauso, wie Retroids Launcher im Prinzip, hat nur mehr Funktionen und ist etwas schwieriger in der Handhabung.

Trotz seiner anfänglichen Probleme, dem dämlich dummen Launcher und den Grenzen, die etwas zu großzügig versprochen wurden ist der Retroid Pocket 2+ ein voller Erfolg, da er endlich das abspielt, was Emulationshandhelds uns eigentlich schon seit Jahren versprechen. Statt herauszufinden, welche drei Dreamcast-Spiele eigentlich funktionieren und welches Profil uns irgendwie Mario 64 auf den Bildschirm zaubert haben wir hier viel eher ein „Es funktioniert“-Erlebnis, dass Retroid nur durch anfängliche Setup-Schwierigkeiten, wie den nicht kalibrierten Sticks, ein wenig zerstört. Doch selbst mit diesen kleinen Problemen, welche die Community Stück für Stück in den Griff bekommt, bleibt der RP2+ vor allem eines: Der beste Deal für kleines Geld. Klar, Anbernics 552 hat einen hübscheren Bildschirm, L3 und R3 sowie zwei Analog Sticks statt einem Stick + Slider. Aber ist einem dass mehr als den doppelten Preis wert bei einer schlechteren Performance? Zumal die höhere Auflösung eben Systeme, die an die Grenze der Leistung kommen, eben noch schwieriger emulierbar macht.

Und wer einen RP2 bereits hat… für den ist das 65$ PCB schon fast geschenkt und kommt sogar mit einer Art Case, um das alte PCB als eine Art Raspberry Pie-Konsole verwenden zu können. Nett.

Pro Tipp: Europäer sollten den langsameren aber billigeren 4px Lieferservice verwenden, da DHL fast immer nochmal Zoll drauf schlägt, auch wenn man bereits welchen bei Retroid bezahlt.

Handhelds wie der RP2+ sind perfekt für Fanpatches, wie hier das letzte veröffentlichte SUIKODEN. (PSP)

Am Ende bleibt das Gerät aber auch ein Android-Emulationshandheld. Ein Einsteiger-Smartphone mit Buttons aber ohne Telefon-Funktion. Wer sich nicht in der Welt der Emulation auskennt und Bios für ein Apple-Produkt hält, der wird natürlich ganz schön ins Straucheln kommen. Für Liebhaber von Fan-Übersetzungen ist es dagegen perfekt. Für nicht einmal den Preis eines einzelnen EverDrives bekommt man hier genug Power, um eine saftige Anzahl neuer Fanübersetzungen spielen zu können. Von Mother 3 bis hin zu Suikoden – Woven Web of the Centuries. Und auch für Hacks, sei es Moemon, die DX-Color Hacks alter GB-Spiele oder klassische Romhacks, wie Metroid: Rogue Dawn sind fantastisch für einen solchen Handheld geeignet.

Für mich ist es ein portabler Amiga, bis ich endlich meine gekauften Spiele auf echter Hardware erleben kann.

Ein Homebrew Tetris Effect auf dem Pico 8 ist eines der wenigen guten Spiele, die im überholten Core von Retroarch laufen.

An dieser Stelle ist das Review beendet und für den interessierten Gamer möchte ich an dieser Stelle einfach nur mal aufzählen, was auf dem RP2+ funktioniert, was nicht und was zum Teil spielbar ist.

Läuft praktisch perfekt (Einzelprobleme): 32x, Amiga, Amstrad CPC, Amstrad GX 4000, Atari 2600, Atari 5200, Atari 7800,Atari 800, Atari ST, Lynx, Commodore 64, Commodore 128, Commodore Vic 20, Commodore Plus 4, Channel F, Colecovision, Dreamcast, Game Gear, Game & Watch, Game Boy, GBA, GBC, Intellivision, Mega Drive, Mega CD, MSX, MSX2, MSX2+, Nintendo DS, NEO GEO, NEO GEO CD, NES, Famicom Disc System, Neo Geo Pocket, Odyssey 2, NEC PC-88, PC Engine, PC Engine CD, PC-FX, Pokemon Mini, PSP, PS1, ScummVM, SG-1000, Master System, Super Nintendo, Satellaview, ZX Spectrum, Virtual Boy, Vectrex, Wonderswan, Sharp X648000, Sinclair ZX81, SupergrafX, Sharp X1, Amiga CD32, Watara Supervision

Läuft zum größten Teil: 3DO, J2me, Jaguar, Mame (2D), N64, Sega Naomi, DOS (hängt vom Spiel ab), Saturn, 64 Disc Drive, NEC PC-98, ,

Läuft nur vereinzelt: GameCube, PS2, Pico8 (schlechter RA-Core)

Manche Dinge kann man tun, sollte jedoch nicht (Morrowind via OMW)

3 Kommentare zu „Perfektion zum kleinen Preis? Der Retroid Pocket 2+“

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