HOW TO – GameBoy Boxen

Hallo Freunde alter Spiele.

Heute gibt es hier auf dem RosaArts-Blog mal etwas neues. Etwas, dass es hier so noch gar nicht gab.

Ein Tutorial für Retro-Game-Aufbewahrung.

Keine Angst, dies wird nicht die Norm werden, aber es ist ein netter kleiner Beitrag für all die User da draußen, welche lose GameBoy, GameBoy Colour und auch GameBoy Advance-Spiele herumliegen haben und sich schon immer fragten, wie sie diese ansprechend und vor allem sicher lagern könnten. Während die letzten Generationen dank CDs und DVDs stabile Hüllen aufweisen konnten, waren ja die Original-Papphüllen der älteren Generationen für viele nur Abfall. Und heute OVPs zu kaufen kann durchaus teuer werden. Ich selbst war darum bereits seit Monaten auf der Suche nach einer guten und nicht zu teuren Lösung, nicht nur für den GameBoy und seine Ableger. Und während es für die Heimkonsolen von Nintendo und Sega inzwischen wirklich tolle, aber auch teure Boxen – in vorwiegend den USA – zu erstehen gibt (z.B. über stoneagegamer) fand ich nie eine wirklich tolle Option für die GameBoy-Spiele.

Kartenschuber für Trading-Card Games Verstaut, aber sieht nicht sonderlich hübsch aus.

Selbstgebastelte Papphüllen? Hübsch, aber nicht so langlebig…

 

Und darum gibts heute von mir dieses Tutorial, um GameBoy bis hin zum Advance effektiv und hübsch lagern zu können. Alles, was ihr braucht sind ein paar Kassettenhüllen (klassische, zum aufklappen) und einen Müller oder ähnliches Geschäft mit CEWE-Foto-Station in der Nähe.

Achtung – Das downloadbare Template ist für den Druck an einer CEWE-Fotostation! Es funktioniert nicht über den Onlinedruck (bei meinem Versuch wurden die Bilder einfach zu groß oder klein gedruckt, also nicht maßgenau) und nicht über einen eigenen Drucker (warum, dazu komme ich später).

Erst einmal für euch ein Bild, wie so etwas aussehen kann:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Was ihr hierfür benötigt:

  • Kassettenhüllen (z.B. über Amazon im Spar-Pack oder z.B. Müller für 99 cent pro Kassette)
  • Seitenschneider oder ähnliche Zange (nicht nötig, wenn man Kassettenboxen ohne die Innen-Halter bekommt)
  • Cewe-Fotostation (ca 40 cent pro Druck)
  • Cutter oder Schere
  • PSD-Template (Klick hier für Download)
  • Grafiken z.b. von Coverproject
  • Grafikprogramm, wie Gimp oder Photoshop (ältere Versionen sind kostenlos bei Adobe downloadbar nach Anmeldung auf Adobe!) und einfache Kenntnisse im Umgang mit Ebenen.

 

Schritt 1 – Photoshop-Madness

Ich benutze im Tutorial Photoshop, darum werden auch alle Bilder darauf ausgerichtet sein. Wer mit GIMP umgehen kann, der findet aber sicherlich auch die nötigen alternativen Befehle.

Downloadet und öffnet als erstes die Photoshop-Datei, die ich oben verlinkt habe mit Photoshop. Ihr werdet daraufhin mit einem Beispielcover für das GBA-Spiel Golden Sun begrüßt. Wenn ihr euch die Ebenen anschaut, dann werdet ihr alles wichtige sofort finden:

Abload 1

Die drei roten Ebenen beinhalten den Spielnamen, das Logo auf der Seite und das Cover des Spiels. Schreibt und kopiert auf diese Ebenen einfach die jeweiligen Namen und Grafiken des Spiels, dass ihr haben wollt. Tut euch dabei selbst einen Gefallen und staucht die Covergrafiken nicht zu sehr 😉

Die orangefarbene Ebene entspricht der Hintergrundfarbe eurer Box. Ihr könnt sie entweder standardisieren, also eine einzelne Farbe benutzen, oder für jedes eurer Cover eine zum Spiel oder Cover passende Hintergrundfarbe heraussuchen. Färbt die Ebene einfach mit dem Eimer in eurer gewünschten Farbe.

Die drei grünen Ebenen beinhalten die Logos für GameBoy, GameBoy Colour und GameBoy Advance. Blendet einfach die Ebene ein, welche das jeweils richtige System enthält.

Zu guter letzt speichert euer Bild z.B. als JPEG mit guter Qualität (10 und höher) und transferiert es entweder auf euer Handy oder einen USB-Stick.

 

Schritt 2 – Drucken in der Cewe Fotostation

Geht z.B. zu eurem nächsten Müller und steckt euer Speichergerät in die CEWE Fotostation. Online-Druck funktioniert auch, aber ich habe bis heute die genauen Maße nicht herausbekommen, da die Drucke anders in der Größe herauskommen, als sie es eigentlich sollten. Das Template ist für einen Direktdruck an der CEWE Fotostation ausgelegt. Wählt einfach die Maße 13x18cm mit Rand aus. Da jeder Druck fast 40cent kostet ist es ratsam einen einzelnen Druck zu machen, die Hüllen fertig zu bauen und zu gucken, wie es aussieht, bevor man die restlichen Drucke kauft. Grund hierfür sind leicht unterschiedlich große Kassettenhüllen. Ich habe vorwiegend Hüllen aus dem Müller und über Amazon und beide sind größentechnisch leicht verschieden. Das Template funktioniert mit beiden, aber da es da draußen viele Hersteller von Hüllen gibt, sollte man grundsätzlich erst einmal einen Einzeldruck machen, bevor man lauter falsche Bilder hat 😉

Am Ende wird es sollte es so aussehen:WP_20160103_18_00_41_Pro_LI

DER GRUND FÜR DEN DRUCK AN DER CEWESTATION WAR FÜR MICH DIE GUTE QUALITÄT VON PAPIER UND DRUCK, DIE BESSER AUSSIEHT, ALS EIN STANDARDDRUCK AUF EINEM NORMALEN DRUCKER!

Natürlich könnt ihr das Template auch anpassen und auf eurem Drucker ausdrucken. Entfernt dazu am besten den farbigen Rand, damit ihr nicht zu viel Farbe verbraucht und setzt mehrere Cover auf eine DIN A4-Seite.

 

Schritt 3 – Ausschneiden

Dafür gibt es kein Bild. Nehmt euch entweder eine Schere oder einen Cutter und schneidet eure Cover so genau, wie möglich aus.

 

eventueller Schritt 4 – die Hüllen vorbereiten

Je nachdem, was ihr für Kassettenhüllen gekauft habt und ob ihr Original GB/GBC bzw GBA-Spiele in die Hüllen packen wollt, müsst ihr die Kassettenhüllen ein wenig modifizieren.

WP_20160103_17_41_00_Pro_LI

Diesen (unteren) Pin müsst ihr für GBC und Original GB-Spiele entfernen. Nutzt dazu am besten einen Seitenschneider oder ähnliche Zange und geht damit behutsam um. Schneidet nicht zu tief an der Hülle selbst, da ihr sonst riskiert, dass diese bricht. Die Müller-Hüllen haben sich hier als sehr einfach modifizierbar erwiesen. Wenn ihr andere (und dadurch auch günstigere) habt, dann geht am Anfang behutsam um, bis ihr ein Gefühl dafür bekommt. Der „Docht“ muss nicht komplett verschwinden, es reicht ihnauf 1-2mm Länge zu kürzen.

 

Schritt 5 – Zusammenbauen

Faltet euer Cover nun. Kleiner Tipp von meiner Seite aus: Markiert auf der Rückseite die Stelle, an der ihr das Cover knicken wollt. Legt anschließend ein langes Lineal an diese Stelle an und fahrt den späteren Knick mit einem Kugelschreiber nach. Nutzt dabei einiges an Druck, so dass er eine sichtbare Spur hinterlässt. An dieser eingedrückten Stelle lässt sich das Cover anschließend einfach und ohne irgendwelche Fransen oder ähnliches knicken.

Setzt das Cover danach in die Hülle ein und schiebt euer Spiel hinein. GBA-Spiele landen zwischen den beiden Dornen, GB und GBC passen am besten seitlich in die Hülle.

WP_20160103_17_41_10_Pro_LI

Anschließend müsst ihr die Hülle nur noch zuklappen und z.B. in einem Kassettenregal oder Kassettencover verstauen!

 

Tipp 1:

Für GBA-Spiele kann man auch super Nintendo DS Boxen zweckentfremden, die großteils extra dafür benutzbare Aussparungen für GBA-Spiele haben. Bei den auf Coverproject gedruckten Boxen musste ich zwar immer die Größe modifizieren, aber das Ergebnis ist ebenfalls sehr schön. Die Kassettenversion ist allerdings platzsparender, falls ihr nicht so viel Platz euer Eigen nennt.

Tipp 2:

Ihr könnt die Cover-Vorlage natürlich beliebig verändern. Ich wollte für meine Spiele ein standardisiertes Design, dass nur mit Grafik und Farbe voneinander abweicht, nicht jedoch im grundlegenden Design. Eine weitere gute Möglichkeit ist die optische Nachahmung der Originalbox. Oder ihr designt eure ganz eigene Hülle. Zeigt mir doch mal eure Ideen!

4 Kommentare zu „HOW TO – GameBoy Boxen“

  1. Hallo

    Eine sehr schöne Anleitung zum schönen aufbewahren solcher Schätze! 🙂

    Leider ist der Download-Link für die Tamplate nicht mehr verfügbar. Gibt es die möglichkeit diesen zu erneuern?

    MfG

    Gefällt mir

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